Unser Unternehmen - von den Anfängen bis heute

Uns ist es wichtig Ihnen nahezubringen, was unsere Eltern seit der Betriebsgründung in den 90er-Jahren an Werten geschaffen haben. Dabei stand Ideelles stets im Vordergrund; sie haben niemals ihren eigenen Profit gesehen und persönliche Dinge immer hintenangestellt. Alles, was sie erarbeitet haben, investierten und investieren sie in das Unternehmen. Auch wenn es mitunter nicht leicht war, sich jeden Tag aufs Neue zu motivieren, ist es unseren Eltern gelungen, Ihre Ziele kontinuierlich zu verfolgen und auch zu erreichen.

 

Wir sprechen ihnen hiermit unser hochachtungsvolles Lob aus und möchten uns herzlich bedanken

Kathrin und Stefan Richter

 

Was mit dem Hausschlachten begann

Bis in die 60er und 70er Jahre hinein war es auf dem Lande sehr viel verbreiteter als heute, haupt - oder nebenerwerblich Viehzucht und Ackerbau zu betreiben. Auch Roland Richter wuchs als kleines Kind  in den 50er Jahren in den landwirtschaftlichen Betrieb seiner Eltern hinein und arbeitete frühzeitig mit. So waren das Sähen des Getreides, das Ernten der Saat von den Feldern, das  Versorgen der Tiere, das Ausmisten von Ställen und viele andere Dinge alltägliche Aufgaben auch für die Kinder im Familienbetrieb.

Auch wenn einige Arbeiten nicht gerade angenehm waren; Roland interessierte sich vor allem für eine traditionionelle Arbeit seines Vaters Ewald: Das Hausschlachten. Viele Familien hatten damals eine eigene Stallhaltung und nachdem die Schweine den Sommer über gut gefüttert und gemästet wurden, schlachtete man sie in den Wintermonaten. Da aber nur ein geringer Teil der bäuerlichen Betriebe ihr Vieh selber schlachten konnte, gab es in jeder Region einen oder mehrerer Hausschlachter, zu denen auch Ewald Richter gehörte.

Diese Hausschlachter stellten für die Familien der umliegenden Dörfer auch verschiedene Hausschlachterzeugnisse her. Sie waren beliebt, da sie durch ihre Erfahrung eine schmackhafte Nahrungsgrundlage sicherten. Roland Richter schaute mit großem Interesse seinem Vater Ewald über die Schulter und half ihm tatkräftig, die mitunter drei bis fünf  Schweine in der Woche zu bewältigen. Diese Arbeiten wurden allmählich zu seiner Bestimmung und das Herstellen von schmackhaften und traditionellen Fleisch- und Wurstprodukten zu seiner Philosophie.

Nachdem er im Laufe der Zeit seinen Vater im Betrieb abgelöst hatte, übernahm er dessen Rezepturen und wurde zu einem gefragten Hausschlachter. Allerdings reichte dies zum Leben nicht aus und so motivierten ihn seine Eltern, eine Lehre als Fleischer zu beginnen. Nach Lehrabschluss bildete er sich weiter und konnte seine Erfahrungen als Hausschlachter und die des gelernten Fleischergesellen kombinieren. So wurde er zu einem der vielseitigsten Fleischer in der Lausitz.

 

Die Anfänge des Familienbetriebes

Roland Richter erweiterte sein Wissen über neue Technologien und moderne Produktionsmethoden, machte seinen Meister und übernahm in den kommenden Jahren Führungspositionen in verschiedenen Fleischereien. Nach der Wiedervereinigung 1990 wuchs der Wunsch nach Selbstständigkeit und so gründete er 1994 mit viel Mut und geringem Budget seinen eigenen Betrieb. Die Ursprungsstätte der Fleischerei Richter war ein kleiner Laden in Rietschen, in dem die gemeinsam mit dem Onkel in der eigenen Schlachtküche produzierten Erzeugnisse verkauft wurden.

Unterstützend stand ihm immer seine Frau Monika als gelernte Landwirtschafterin zur Seite, die mit zwei weiteren Mitarbeiterinnen den Verkauf übernahm. Und auch seine Mutter - unsere Oma - wirkte immer mit: Sie stellte verkaufsfertige Salate sowie das beliebte Quirl- und Griebenfett her. Nach ihren Rezepturen produzieren wir noch heute einen Teil unserer Fertigsalate!

Die Beliebtheit des Angebots führte zu immer größeren Produktionsmengen, die innerhalb der Hausschlachtküche nicht mehr händelbar waren. So musste sich unser Betrieb nach einem größeren Produktionsstandort umsehen. Dieser fand sich mit der Übernahme eines Traditionsbetriebes in Niesky glücklicherweise schnell und wurde mitsamt der zugehörigen Verkaufsstelle weitergeführt. Die Juniorin, Kathrin, begann in dieser Zeit eine Lehre als Fleischfachverkäuferin in der Verkaufsstelle Rietschen.

Ab da  konnte der Fleischereibetrieb auch eine größere Produktpalette herstellen und anbieten, die ursprünglichen Rezepturen wurden kontinuierlich verfeinert und erweitert. Mit steigendem Absatz und weiteren Filialen wuchs auch der Personalstamm von zuvor 6 auf über 20 Personen. In dieser Zeit wurden die ersten Lehrlinge zum Fleischer oder zur Fleischfachverkäuferin ausgebildet und auch Stefan, der Junior, entschied sich für den Fleischerberuf.

 

Vom Kleinbetrieb zum Mittelständler

Ab dieser Vergrößerung wuchs das Unternehmen kontinuierlich. Die Produktionsstätte in Niesky wurde renoviert und eine eigene Schlachtung angebaut. Mit der Übernahme von vier Filialen eines umliegenden Produktionsbetriebes musste aufgrund von Kapazitätsmangel erneut angebaut werden, es entstanden u.a. eine moderne Zerlegung und eine Pökelei sowie weitere Kühlhäuser. Später kamen noch zwei Rauch- & Kochanlagen hinzu.

Weitere Filialen im Oberland und der große Kundenstamm an Gaststätten und Wiederverkäufern ließen eine weitere Ausweitung in der Produktion notwendig werden.
Dies führte 2009 zur Übernahme des in Insolvenz befindlichen Fleischwerkes Löbau mitsamt seinen 10 Filialen. Einerseits war so die notwendige Kapazitätserhöhung gesichert, zugleich wurden auch gefährdete Arbeitsplätze erhalten!

Der Personalstamm des Unternehmens wuchs von etwa 50 auf nunmehr 100 Personen an und der kleine Familienbetrieb fand sich als mittelständiger Betrieb wieder. Damit galt es zahlreiche Probleme zu bewältigen: Zum einen mussten die Filialen die Philosophie der Fleischerei Richter verinnerlichen, zum anderen war es wichtig, den heruntergefahrenen Produktionsbetrieb in Löbau wieder in Gang zu bekommen.

Auch der Betrieb in Niesky wurde weitergeführt um dort neben der Schlachtung die traditionelle Warmfleischerzeugung und die Salatherstellung  zu erhalten. Die zentralen Unternehmenserweiterungen umfassten außerdem die Einrichtung einer Küche in Niesky; um das Imbissangebot der Filialen auszubauen. In Löbau wurde die Herstellung von Brüh-, Koch- und Rohwursterzeugnissen sowie die Verpackung und der Versand der eigenen Produkte konzentriert.

 

Alles aus der Region, alles für die Region!

In den folgenden Jahren investierten wir kontinuierlich in weitere moderne Maschinen und Anlagen in Löbau und Niesky sowie in umfangreiche Umbauten und Sanierungen. Auch unsere Filialen wurden und werden modernisiert und mit schicken und kundenfreundlichen Interieurs ausgestattet. Wir hoffen, damit unseren Kunden eine einladende und moderne Einkaufs- und Genussumgebung zu bieten. Durch weitere Filialeröffnungen in der Region um Niesky, Görlitz, Bautzen, Löbau und Zittau werden wir weiterhin neue Arbeitsplätze schaffen.

Mit nun mittlerweile mehr als 200 Mitarbeitern und Auszubildenden und derzeit 28 Filialen hat sich unser Unternehmen also etabliert und ist zu einem wichtigen Wirtschaftsfaktor für die Region herangewachsen.  Neben dem Filialverkauf mit Imbiss- und Mittagsangeboten ist ein wichtiger Unternehmensbereich unser Service für Großkunden. Wir beliefern zahlreiche Dienstleister oder Wiederverkäufer mit unseren gesunden und frischen Produkten, darunter Gastronomie und Hotels, Klein- und Großküchen von Firmen und sozialen Einrichtungen aber auch andere Fleischereien. Unser Unternehmen kann mittlerweile einen großen Teil der Lausitzer Region abdecken und diese mit unserem Fuhrpark beliefern.

Besonderes Augenmerk legen wir auf gute und langjährige Beziehungen zu unseren Lieferanten.   Unser Unternehmen bezieht alle Schlachttiere von umliegenden Landwirtschaftsbetrieben und Bauernhöfen. Alltäglich benötigte Waren für die Produktion und den Verkauf stammen ebenfalls aus der Region, denn bei unseren Zulieferern legen wir Wert auf möglichst kurze Anfahrtswege. Dies gilt auch für unsere Partner aus Handwerk und Industrie, die mit uns gemeinsam immer wieder Modernisierungen und Umbauten realisieren.

 

Für uns als regional sehr verwurzeltes Familienunternehmen ist die Übernahme von  gesellschaftlicher Verantwortung selbstverständlich. Wir sponsern regelmäßig Sportvereine und Jugendfeuerwehren mit Sach- oder Geldspenden, unterstützen aber auch regelmässig Schul-, Kindertagesstätten- und Seniorenfeste. Immer wieder sind wir auch Unterstützer von Initiativen wie Blut- oder Knochenmarkspendenevents. Und selbstverständlich sind wir dabei, wenn es darum geht, in der Region zu fröhlich zu feiern: Ob beim Tag der Sachsen, beim Kemnitzer Oktoberfest, Daubitzer Countryfest oder bei Stadt- und Dorffesten der Region – wir leisten aktiv unseren Beitrag. Persönlich und mit unseren schmackhaften Produkten!