Verbraucherinformationen und Neuigkeiten rund um das Thema Ernährung

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Das Image der kurzen Transportwege

Das Leben unterzieht sich von jeher einem gewissen Wandel. Nichts bleibt wie es mal war, alles ist in ständiger Bewegung und verändert sich fortwährend. Dabei läuft vieles in der Regel unbewusst ab und wird im Zeichen der Zeit gar nicht erst wahrgenommen. Nur dann, wenn sich die Zukunft in eine negative Richtung entwickelt, wird der Wandel, den es in der Vergangenheit gegeben hat, in Augenschein genommen.

 

Weil die Prozesse in einem qualitätsmanagementorientierten Betrieb einer ständigen Veränderung unterliegen, werden diese in einem sogenannten PDCA-Zyklus untersucht, um einer negativen Beeinflussung entgegenzuwirken. So gehört das Planen, Durchführen, Analysieren und Verändern zum Alltag eines Unternehmens und es wird diesbezüglich immer versucht, Prozesse nur zu verändern, wenn dies eine Verbesserung herbeiführt. Anders als im Betrieb werden die Prozesse der gesamten Wirtschaft eines Landes vom Staat gelenkt. Dieser trägt zum gewissen Teil die Verantwortung und muss mit Gesetzen und Auflagen, Abgaben und Zuschüssen den wirtschaftlichen Prozess in eine gewünschte Richtung steuern.

 

Wirtschaftliche Prozesse sind sehr vielseitig und komplex und gewisse Veränderungen in einem Prozess beeinflussen wiederum andere. Um das bestmögliche Ergebnis zu erreichen, bedarf es eines hohen, fachlichen Wissens und jeder Schritt sollte gut überlegt sein. Noch komplizierter wird es aber, wenn wir die globale Weltwirtschaft betrachten, an der allumfassend jeder beteiligt ist. Dabei stellt sich nunmehr die Frage „Wo kommt es her, wo geht es hin?“.

 

In letzter Zeit haben die Prozesse in der globalen Wirtschaft immer mehr Fragen aufgeworfen und Effekte hervorgerufen, die sich als nicht sonderlich positiv herausstellten. So hört man Themen aufkommen, die in der Vergangenheit eine untergeordnete Rolle gespielt haben. Themen wie Klimaschutz, Tierschutz, Infektionsschutz beherrschen auf einmal den Alltag eines jeden Einzelnen. Doch wie kam es dazu?

 

Wenn von der Globalisierung die Rede ist, spielt der Prozess „Transportwege“ immer die erste Rolle. Legt man das Hauptaugenmerk auf die Nahrungsmittel so spielt der Hauptindikator - der sogenannte Fußabdruck - eine entscheidende Rolle. Im Bereich des Naturschutzes stellt sich die Frage, unter welchen Bedingungen das Produkt entstanden ist. Wo wurde es produziert? Wo kommen die Rohstoffe her? Wer hat es produziert und unter welchen Bedingungen? Wo wird es schlussendlich verkauft? Genauso kann es beim Tierschutz aussehen. Wo kommt das Tier her? Unter welchen Bedingungen wurde es großgezogen? Wo kommt das Futter her? Wie und wie lange wurde es transportiert? Wo wurde es schlussendlich geschlachtet und von wem? Ein weiterer Aspekt ist mit dem Infektionsschutz hinzugekommen und macht die Sache diesbezüglich nicht einfacher. Wo kommen die produzierenden Menschen her? Unter welchen Bedingungen wird produziert?

 

Oftmals durchläuft ein Produkt, das im Handel angeboten wird, viele und zum Teil nicht mehr nachvollziehbare Prozesse. Dieser Umstand macht es dem Verbraucher nur noch schwerer, den eigentlichen Fußabdruck zu erkennen. Um der Sache entgegenzusteuern ist auch in dieser Hinsicht der Erfolgsgarant die Regionalität. So ist der heimische Landwirtschaftsbetrieb, mit einem ansässigen Schlachter und einem regionalen Fleischer immer die sichere Wahl. In Bezug auf Klima-, Tier-, Infektionsschutz ist der Prozess Transportwege der mit Abstand entscheidendste Faktor und sollte von daher beim Erwerb eines Produktes immer mit betrachtet werden. Auch wenn ein regionales Produkt oftmals teurer als ein globales Produkt ist, wiegt der Nutzen im Bereich Klima-, Tier-, und Infektionsschutz diesen Preis in jeder Hinsicht wieder auf.

 

S. Richter
Qualitätsmanagement

veröffentlicht am 09.06.2020

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