Aus unserem Grillkalender: Black Garlic-Steaks

Der Geschmack des Schwarzen Knoblauchs

Im Sommer zieht es uns nach draußen, wir liegen auf Wiesen, baden in Seen und natürlich dürfen Grillabende mit Freunden nicht fehlen. Seit nunmehr sechs Jahren bieten wir von April bis Oktober wöchentlich wechselnde Bratwurst- und Steakspezialitäten aus hauseigener Produktion für Ihre Grillabende an. Wer sich schon einen unserer Grillkalender, welche in unseren Filialen zur Mitnahme ausliegen, geschnappt hat, stellte vielleicht fest, dass wir in der Woche vom 6. bis 11. April 2020 neben der klassischen Knoblauchbratwurst Black Garlic-Steaks anbieten. Doch was ist das Besondere an diesem Steak? Wir erklären Ihnen, wie der Knoblauch seine schwarze Färbung erhält und welche Unterschiede er gegenüber dem weißen Knoblauch hat.

 

Aus Weiß wird Schwarz

Schwarzer Knoblauch, auch Black Garlic genannt, verbindet die positiven Eigenschaften des weißen Knoblauchs mit einem neuen, eigenständigen Geschmackserlebnis. Er hat seinen Ursprung in Japan und Korea und ist keine eigene Sorte, sondern „normaler“ weißer Knoblauch, der einen bestimmten Veredelungsprozess durchläuft. Die Schwärzung und der leichte Duft nach Röstung entstehen durch die sogenannte „Maillard-Reaktion“. In einem 100 % natürlichen Prozess, ohne Zusatz von Konservierungsstoffen und chemischen Mitteln, werden ausgewählte Knollen weißen Knoblauchs 40 Tage und länger spezifischen Temperaturen zwischen 65 und 80 Grad Celsius und einer speziellen Luftfeuchtigkeit ausgesetzt. Unter Einwirkung dieser Hitze gehen ein Aminosäuren-Molekül und ein Zucker-Molekül eine Verbindung ein. Es entsteht eine ganz neue Kombination, mit einem ganz eigenen Geschmacksaroma. Diese neu entstandenen Verbindungen werden „Melanoide“ genannt, was aus dem Griechischen übersetzt „schwarz“ bedeutet. Die Melanoide verzögern die Verderblichkeit des Produktes, da der Luftsauerstoff gebunden wird.

 

Doch wie schmeckt Black Garlic?

Schwarzer Knoblauch weist eine weiche Textur und einen milden, leicht süßlichen Geschmack auf. Im Gegensatz zum starken Geruch des Ausgangsknoblauchs erinnert der angenehme Geruch des schwarzen Knoblauchs eher an Balsamico. Sein Aroma beinhaltet Nuancen von Lakritz, Pflaume und Karamell. Während uns nach dem Genuss von weißem Knoblauch meist noch eine recht lange Zeit ein unangenehmer Geruch begleitet, hat der schwarze Knoblauch einen entscheidenden Pluspunkt: Wir dürfen so viel davon essen, wie wir wollen und niemand wird es anschließend merken. Der starke Geruch des Ausgangsknoblauchs und sein scharfer Geschmack sind beim schwarzen Knoblauch verschwunden. Dieser zweifelsohne große Vorteil ist jedoch nicht der einzige. Die gesundheitlichen Vorteile, die dem weißen Knoblauch nachgesagt werden, werden durch den Entstehungsprozess des Schwarzen Knoblauchs vervielfacht.

Knoblauch an sich besitzt, egal ob roh, gekocht oder gereift verwendet, eine ausgeprägte antioxidative Wirkung. Die Radikalfängereigenschaft des Schwarzen Knoblauchs übertrifft jedoch sogar diejenige des weißen Knoblauchs. Dementsprechend wirkt der Schwarze Knoblauch krebs- und entzündungshemmend und soll für Menschen mit sehr sensiblem Magen deutlich bekömmlicher sein. Zudem enthält er mehr Fruktose, Glukose, Essigsäure, Ameisensäure, Pyroglutaminsäure, Cyclo-Alliin und 5-(Hydroxymethyl)Furfural.

 

So viel zur Theorie. Nun sind Sie an der Reihe, denn der Geschmack sagt meist mehr als tausend Worte. Bringen Sie zu Ihrer nächsten Grillparty statt Steaks in Knoblauchmarinade einfach einige Black Garlic-Steaks mit, lassen Sie sich vom pikanten, leicht süßlichen Geschmack entführen und am Ende des Abends wird Ihr Partner/Ihre Partnerin auch nicht über Geruchsbelästigung klagen und in getrennten Betten schlafen wollen. Das versprechen wir Ihnen! ;-)